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Netzpolitik

Google vs. China

20
Jan
1

Logo von Google China

Vorgeschichte: Das Engagement von Google in China

Der Suchmaschinenriese Google ist, mit Google.cn, seit Januar 2006 in China aktiv und hatte sich damals zu einer freiwilligen Zensur durch die chinesische Regierung bereit erklärt.

Hackingangriffe auf die E-Mail Konten von Menschenrechtsaktivisten

Nach dem Hacking-Angriff auf mehrere E-Mail Konten von chinesischen Menschenrechtsaktivisten und der anhaltenden Zensur ihrer Ergebnisse, kündigte der Suchmaschinenkonzern Google den Rückzug vom chinesischen Markt an.1 Hierbei nutzen die Hacker eine – zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte – Lücke im Microsoft Internet Explorer aus.2 Daher rät auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) von der Nutzung des Internet Explorers ab.3 Darüber hinaus wurde versucht mit Phishing Attacken die Kontodaten von Dutzenden GMail Konten in den USA, China und Europa abzufangen.

Laut einer Meldung von Welt Online begab sich Google nach den Hackerangriffen auf die Suche nach einem Spion in den eigenen Reihen.

Baidu in China

Derzeit ist Baidu mit einem Marktanteil von über 60 %4 die größte Suchmaschine auf dem chinesischen Markt. Nach Hacking Angriffen auf Baidu, hat der chinesische Konzern den US Domain Verwalter Register.com wegen “grober Nachlässigkeit” vor einem Gericht in New York auf Schadensersatz verklagt.5

  1. Stellungnahme im Google Blog: New Approach to China []
  2. Focus Online:  Hacker nutzen Internet-Explorer-Lücke []
  3. heise Online:  BSI warnt vor Nutzung des Internet Explorer []
  4. Welt Online: Harte Konkurrenz Baidu gibt den Ton an []
  5. Focus online: Hacker-Angriffe in China Suchmaschine verklagt US-Firma []